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MeLo.21
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Sirnak wieder zur „militärischen Sicherheitszone“ erklärt

from MeLo.21 on 07/24/2010 02:29 PM

Sirnak wieder zur „militärischen Sicherheitszone“ erklärt
Samstag, Juli 24th 2010 11:20 AM

Ankara/Sirnak, 24. Juli (AKnews) – Während die türkische Armee ihre Einsätze gegen die Guerillas der Kurdischen Arbeiterpartei (PKK) im Südosten des Landes verstärkt hat, erklärte der türkischer Generalstab, dass einige Teile der Provinz Sirnak ($irnex) als „vorübergehende militärische Sicherheitszone“ für Zivilisten und Journalisten geschlossen seien.

Dies wurde laut Internetseite des türkischen Generalstabs offizielle verkündet. Das Bergzone in Elkê (Beytü$ebap), die sich in der Provinz Sirnak befindet, ist für den Zeitraum vom 25. Juli bis 25. September 2010 zur Sicherheitszone erklärt worden.

Reply Edited on 07/24/2010 02:31 PM.

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Nîv milyard bikarhênerên Facbookê hene

from Azadiyakurdistan on 07/24/2010 02:28 PM



Hejmara bikarhênerên Facbookê gihe$te 500 melyonî. Mark Zuckerberg xwediyê malpera Facbook , weha di bloga xwe de ragihand. Nêzîka 7,4% ji ni$teciyên cîhanê û 31,6% ji hemû bikarhênerên internetê rûpela wan ya Facbookê heye.

Bi vê boneyê , Facbookê prgoramekî nû daxist, Facebook stories. Bikarhêner dikarin tê de çîrokên xwe û bandora facbook li jiyana xwe binivîsin.

Mark Zuckerberg berî $e$ salan Facbook ji bo xwendevanan avakir. Û ta sala par hejmara bikarhêneran 200 melyon kes bû.

Avestakurd

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Dokumentation eines Kriegsverbrechens

from Azadiyakurdistan on 07/24/2010 02:22 PM

Deutsche Menschenrechtsdelegation beschuldigt Türkei des Einsatzes chemischer Waffen
Von Nick Brauns

Die türkische Armee setzt bei ihrem Kampf gegen Rebellen der Arbeiterpartei Kurdistans PKK offenbar auch völkerrechtlich geächtete chemische Waffen ein. Das dokumentierten Menschenrechtsaktivisten anhand der Fotos getöteter Guerillakämpfer am Freitag auf einer Pressekonferenz im Berliner Haus der Demokratie.

Nahe der türkisch-irakischen Grenzstadt Cukurca in der Provinz Hakkari waren im September letzten Jahres acht Guerillakämpfer im Alter zwischen 19 und 33 Jahren trotz eines von der PKK verkündeten Waffenstillstandes vom Militär getötet worden. Augenzeugen aus der Bevölkerung hatten berichtet, daß Soldaten gasförmige, allem Anschein nach chemische Substanzen in Form von Geschossen in eine Höhle einbrachten und kurz darauf mehrere Guerilleros bargen. Einige der bereits leblosen Körper, darunter eine Frau, seien daraufhin von einem Panzerwagen überrollt oder erschossen worden.

Kurdische Menschenrechtsaktivisten hatten Fotos der getöteten Guerillakämpfer an eine deutsche Menschenrechtsdelegation übergeben, die kurz nach der Obduktion der Leichen entstanden waren. Die Delegation, die im Auftrag von Bundestags- und Landtagsabgeordneten der Linkspartei im März die Situation in den kurdischen Landesteilen der Türkei erkundete, hat die Authentizität der Bilder vom renommierten Bildfälschungsexperten Hans »Doc« Baumann überprüfen lassen und anschließend dem Forensiker Dr. Jan Sperhake vom rechtsmedizinischen Institut des Uniklinikums Hamburg-Eppendorf zur Begutachtung vorgelegt. »Das Gutachten bestätigt die uns übermittelten Augenzeugenberichte«, so der Soziologe und Türkeiexperte Martin Dolzer.

Daß das dokumentierte Kriegsverbrechen kein Einzelfall ist, macht Michael Knapp vom Kurdistan-Solidaritätskomitee Berlin anhand aktueller Fotos und Berichte aus dem Kriegsgebiet über den Einsatz chemischer Kampfstoffe, Verstümmelungen der Leichen gefallener Guerillakämpfer und extralegaler Hinrichtungen deutlich. Nach grenzüberschreitenden türkischen Bombardierungen von Dörfern im nordirakischen Kandil-Gebirge seien in den letzten Wochen Dutzende Zivilisten mit gleichartigen Symptomen wie Erblindung, Brustschmerzen und Stimmbandentzündungen ins Krankenhaus eingeliefert worden. Auch dies deute auf den Einsatz chemischer oder biologischer Waffen hin. Zudem seien in der Region Dersim in der Türkei Brandbomben mit weißem Phosphor über Feldern abgeworfen worden, deren Einsatz in zivil besiedelten Gebieten völkerrechtlich verboten ist.

»Die Verwendung chemischer Waffen ist für Unterzeichnerstaaten der Chemiewaffenkonvention verboten«, erklärt Andrej Hunko (Die Linke), Mitglied des EU-Ausschusses des Bundestages und des Europarates. »Die Verdachtsmomente sind so deutlich, daß wir auch von der Bundesregierung eine weitere Aufklärung mit Nachdruck einfordern.« Da die Türkei aktiv in der »Organisa­tion für das Verbot chemischer Waffen« (OPCW) sei, halte die Bundesregierung einen Chemiewaffeneinsatz ihres türkischen NATO-Partners für »sehr unwahrscheinlich«, habe ihm ein Vertreter des Auswärtigen Amtes erklärt.

Doch schon beim Einsatz konventioneller Waffen durch die türkische Armee im Kampf gegen die kurdische Befreiungsbewegung verschließt die Bundesregierung ihre Augen. Dies geht aus ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion hervor. Aus Deutschland wurden demnach zwischen den Jahren 2000 und 2009 Rüstungsgüter im Wert von knapp 1,8 Milliarden Euro geliefert. Vertragliche Zusagen, diese nicht bei internen Konflikten gegen die Kurden und grenzüberschreitenden Militäraktionen zu verwenden, gebe es nicht. Die Türkei sei schließlich NATO-Partner und habe seit 2002 »mit mehreren Reformpaketen die innere Stabilisierung und Demokratisierung gestärkt«. Erst im März hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel in Ankara die Lieferung weiterer 54 Leopard-II-Panzer zugesagt.

Jungewelt.de

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Silav û Rêz
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Das Kosovo-Urteil des Internationalen Gerichtshofs nährt die Furcht vieler Staaten vor Separatismus innerhalb ihrer Grenzen.

from Azadiyakurdistan on 07/24/2010 02:07 PM

Das Kosovo-Urteil des Internationalen Gerichtshofs nährt die Furcht vieler Staaten vor Separatismus innerhalb ihrer Grenzen. Das schürt Konflikte, die eigentlich lösbar wären.

In San Sebastian und in Barcelona achtete man am Donnerstag sehr genau auf das Verdikt der 15 Richter des Internationalen Gerichtshofs (IGH). "Wenn der Gerichtshof die Unabhängigkeit des Kosovo absegnet, ist keine Grenze in der Region oder der Welt mehr sicher", warnte Serbiens Außenminister Vuk Jeremic in Den Haag. Auch Spanien sieht das so und befürchtet, das Beispiel Kosovo könnte die Unabhängigkeitsbestrebungen der Katalanen oder Basken beflügeln. Aus diesem Grund hat Madrid - anders als 69 Staaten der Erde - die Unabhängigkeit des Kosovo bis heute nicht anerkannt.

Die Katalanen wären froh, selbst über ihre Geschicke und vor allem über ihr Steueraufkommen bestimmen zu können. Die spanische Regierung ist ihnen bereits sehr weit entgegengekommen, zuletzt im erweiterten Autonomiestatut von 2006.

Manche Experten sprechen schon von einer Fragmentierung der Welt. 192 Nationalstaaten sind heute in der Uno vertreten und ihre Zahl ist in den letzten zwei Jahrzehnten deutlich gewachsen, vor allem durch den Zerfall Jugoslawiens und der Sowjetunion. An sein Ende gelangt ist dieser Prozess noch nicht: Abchasien, Südossetien, Transnistrien oder Bergkarabach haben sich einseitig abgenabelt. In diesen Territorien leben ethnische Minderheiten, die wie auch die Tibeter in China oder die Tamilen in Sri Lanka den Verlust ihrer kulturellen Eigenheit befürchten, wenn sie sich als Minderheit in ein fremdes Staatsgebilde einfügen sollen. Für sie muss die Lösung nicht Unabhängigkeit heißen, eine weitgehende Autonomie würde sie zufriedenstellen.

Allerdings sind ihre Mutterstaaten auch dazu nicht bereit. Vor allem in Afrika und im Nahen Osten hinterließen die Kolonialmächte oft willkürliche Grenzen, die unterschiedliche Volksgruppen unter das Dach eines Nationalstaats zwangen - ein sicherer Weg, um langwierige Konflikte zu schüren. Oder sie verteilten ein Volk wie die Kurden auf vier Staaten. Auch das ging nicht gut.

Tibeter und Tamilen, Basken und Belutschen können zwar auf ihr Recht auf Selbstbestimmung pochen. Aber es gibt bis heute keine internationale Instanz, die es für sie verbindlich durchsetzen könnte. Auch im Fall des Kosovo verzichtete der IGH auf allgemeingültige Aussagen. "Der Kosovo ist ein einzigartiger Fall", befanden die Richter.

Mitarbeit: Teresa Goebbels, Claus Hecking, Behrang Samsami

Flandern

Scheidung peu à peu Die Flämische Bewegung streitet seit fast 100 Jahren für die Unabhängigkeit des niederländischsprachigen Nordens vom französischsprachigen Wallonien. Im Juni entschieden sich bei Wahlen mehr als 40 Prozent der Flamen für eine von drei Separatistenparteien. Schon jetzt sind die Regionen Belgiens mächtig: Wirtschafts-, Umwelt und Bildungsfragen entscheiden sie fast autonom. Bald könnten Arbeitsmarkt und Sozialversicherung hinzukommen. Nationale Parteien gibt es seit drei Jahrzehnten nicht mehr. Ohne den Streit um Brüssel und die Frage, wer die Staatsschulden tilgen müsste, wäre Belgien vielleicht schon geteilt.

Grönland

Behutsam So friedlich schwimmen sich ehemalige Kolonien selten frei: Nachdem sich die Grönländer in einem Volksvotum 2008 eindeutig für mehr Unabhängigkeit von Dänemark ausgesprochen hatten, feierte dessen Königsfamilie auf den Volksfesten mit, die den Anlass zelebrierten. Gänzlich unabhängig sind die größte Insel der Welt und ihre knapp 60.000 Bewohner aber nicht: Nach dem Referendum vor zwei Jahren verwaltet Grönland zwar seine - vermuteten - Bodenschätze selbst und ist für seine Polizei und Justiz zuständig. Außen-, Sicherheits- und Geldpolitik obliegen aber weiterhin dem Königreich Dänemark.

Katalonien


Produktiv Die Katalanen wollen, dass ihre Heimat auf der Iberischen Halbinsel mehr ist als eine "autonome Gemeinschaft". Zwar gibt es in Katalonien eine eigene Polizei und Eigenständigkeit in Fragen der Bildungs-, Gesundheits- und Wirtschaftspolitik, gar ein Autonomiestatut, das die Aufgaben einer Verfassung übernimmt. Das spanische Verfassungsgericht hat allerdings etliche Artikel daraus kassiert. So sei es zwar zulässig, die Einwohner zu verpflichten, Katalanisch zu erlernen, aber es als "bevorzugte Sprache" einzustufen, ließ das Gericht nicht zu. Der Wunsch der Katalanen nach größtmöglicher Autonomie speist sich daraus, dass sie zwar nur 15 Prozent der Bevölkerung Spaniens stellen, aber 25 Prozent des Bruttoinlandprodukts erwirtschaften.

Tibet

Unterdrückt Die Unabhängigkeitsbestrebungen in Tibet reichen weit in die Mitte des 20. Jahrhunderts zurück. Grund dafür ist der Bruch des nach der Gründung der Volksrepublik China unterzeichneten 17-Punkte-Abkommens 1951 zwischen Peking und Vertretern der tibetischen Regierung. Darin wurde zwar die Integration Tibets in China festgelegt, dafür jedoch regionale Integrität und Religionsfreiheit garantiert. Eine zunehmende Einflussnahme der Chinesen verursachte Unruhen, die im Tibetaufstand und der Flucht des Dalai Lama nach Indien 1959 gipfelten. Seither kämpft die ins Exil geflohene Regierung für die kulturelle Selbstbestimmung des tibetischen Volkes.

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Silav û Rêz
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Kudo21
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Nordkorea droht wegen US-Manöver mit Atomwaffen

from Kudo21 on 07/24/2010 01:01 PM

Nordkorea droht wegen US-Manöver mit Atomwaffen

Die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel nehmen zu. Als Reaktion auf ein Seemanöver hat der Norden mit dem Einsatz von Atomwaffen gedroht.



Nordkorea hat vor einem geplanten Seemanöver der US-Streitkräfte mit Südkorea seine Kriegsrhetorik deutlich verschärft. Die Nationale Verteidigungskommission - das höchste Entscheidungsgremium des kommunistischen Landes - drohte am Samstag damit, einen „heiligen Krieg der Vergeltung" zu beginnen und den Militärübungen mit den Mitteln der „atomaren Abschreckung" zu begegnen. Den USA und Südkorea unterstellte das Regime in einer von den offiziellen Medien veröffentlichten Erklärung, Übungen für einen Atomkrieg abzuhalten. Bereits früher hatte Pjöngjang den Einsatz von Nuklearsprengköpfen angedroht.

Im Konflikt um ein versenktes südkoreanisches Militärschiff hatten beide Länder eine Reihe von zusätzlichen Marineübungen als Abschreckung gegen Nordkorea angekündigt. Am Sonntag soll ein viertägiges Seemanöver im Japanischen Meer beginnen. Im Februar hatte Nordkorea ebenfalls vor Beginn eines jährlichen gemeinsamen amerikanisch-südkoreanischen Großmanövers gewarnt, Südkorea mit Atomwaffen angreifen zu können.



Das südkoreanische Kriegsschiff "Cheonan" ist nach Überzeugung internationaler Ermittler von Nordkorea beschossen worden. Südkorea kündigte "Gegenmaßnahmen" an. WELT ONLINE dokumentiert mögliche Reaktionen.

Die südkoreanischen Streitkräfte verstärkten nach Berichten der nationalen Nachrichtenagentur Yonhap unterdessen die Überwachung an der innerkoreanischen Grenze. Bisher habe es keine ungewöhnlichen Bewegegungen auf nordkoreanischer Seite gegeben, habe es aus dem Hauptquartier des Generalstabschefs geheißen.

Die jüngste Warnung Nordkoreas kam einen Tag, nachdem eine Regierungsdelegation des Landes am Rande eines Regionalforums in Hanoi mit einer harten Reaktion auf die Truppenübungen gedroht hatte. „Die Armee und die Bevölkerung der Volksrepublik (Nordkorea) werden nötigenfalls zu jeder Zeit einen heiligen Krieg der Vergeltung starten, der auf der atomaren Abschreckung basiert", hieß es am Samstag aus Pjöngjang. Alle Manöver der USA und Südkoreas seien „nichts als unverblümte Provokationen, mit denen die Volksrepublik durch Waffengewalt in jeder Hinsicht erdrückt werden soll". Nordkorea werde „den größten Atomkriegsübungen legitimerweise ihre mächtige nukleare Abschreckung entgegensetzen".



Die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel haben sich seit dem Untergang der südkoreanischen Korvette im März deutlich erhöht. Südkorea macht das Nachbarland für den Untergang verantwortlich, bei dem 46 Seeleute starben. Nordkorea bestreitet eine Verwicklung.

Neben den Manövern will die US-Regierung auch neue Sanktionen gegen Nordkorea verhängen. Damit sollen vor allem die Wege für die finanzielle Unterstützung der nordkoreanischen Atomwaffen- und Raketenprogramme blockiert werden.

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Kurdewari
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Re: Binêrin çawa serokwezîrê Tirkiyê Erdogan ji ser hespê dikeve (vîdyo)

from Kurdewari on 07/23/2010 11:16 AM

Das habe ich auch bei AvestaKurd gelesen und gesehen :D

Als ich das gesehen habe musste ich voll lachen :D

Man Erdogan was reitest du auch auf einem Pferd vor der Öffentlichkeit :D

Da kann doch nur sowas passieren :D

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Kudo21
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Re: Binêrin çawa serokwezîrê Tirkiyê Erdogan ji ser hespê dikeve (vîdyo)

from Kudo21 on 07/23/2010 12:49 AM

hahaha xwedê bikim der kî wî $ikiya


haha Pferde sind kluge tiere die wissen das Erdogan ne vollposten ist und nicht reiten kann also wollte das pferd schon schlimme verletzungen beim reiten vermeiden und hat ihn gar nicht aufsteigen lassen !!:D:D:D:D


Erdogan könnte einen Schaff vllt noch reiten um seine Lügen irgendwo abzuladen !!:D

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Azadiyakurd...
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KURDISTAN Der Orient spielt Okzident

from Azadiyakurdistan on 07/23/2010 12:49 AM



Die autonome Region im Nordirak plant den Aufschwung. Doch die Investoren bleiben aus. Vor allem westliche Firmen scheuen ein Engagement, obwohl dieser Teil des Landes als sicher gilt.

VON MARC RÖHLIG

Suleimania hat sich feingemacht. Es ist Freitag und damit Familientag. Die Einwohner der Stadt im Nordosten des Irak zieht es in die verwinkelten Gassen des alten Basars. Feilschen, schwatzen, Freunde treffen, zum Gebet gehen – das ist die übliche Routine. Doch an diesem Tag ist alles anders. Musikboxen pumpen tiefe Bässe in die Mittagshitze. Selbst die Luft scheint zu tanzen. Über den besten Platz des Basars, gegenüber der Großen Moschee, sind kleine rote Lampions gespannt. Die „Kaso Mall“ feiert Eröffnung. Chinesische Investoren haben das Einkaufszentrum mit den Nordirakern gebaut. Nun hängen die Flaggen der Volksrepublik gemeinsam mit mehreren Dutzend irakischen und kurdischen Flaggen auf den drei Etagen des Konsumtempels.

In der „Kurdischen Region Nordirak“ sind Krieg und Zerstörung weit weg. Ölfelder werden erschlossen, neue Autobahnen, Flughäfen und Fußballstadien geplant. Seit 2005 liegt das jährliche Wirtschaftswachstum bei sechs Prozent. Jeder Einwohner erwirtschaftet im Jahr rund 4500 US-Dollar. Zum Vergleich: Bezogen auf den ganzen Irak liegt das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf bei nur 3600 US-Dollar. Ausländer, die in die Region reisen, können sicher sein, weder entführt noch erschossen zu werden.

Parwin Nuri Asis ist Generaldirektorin beim Handelsministerium in Erbil, dem Hauptsitz der kurdischen Regionalregierung. Jeder Kurde gebe sein Bestes, die Region auf Vordermann zu bringen, lobt sie den wirtschaftlichen Fortschritt. Die Zahl der Unternehmen habe sich seit Ende 2006 auf rund 10 300 verdreifacht. Doch nach vier Tassen Tee mit sehr viel Zucker gibt sie zu: „Wir haben ein Imageproblem.“ Hören europäische Geschäftsleute vom Irak, dann dächten sie an Autobomben und Schusswechsel. „Wer will hier schon investieren?“ Die Kaso Mall in Suleimania etwa wurde ohne Beteiligung westlicher Geldgeber gebaut. Die Geschäfte bieten vor allem Billigware aus China und Produkte aus den Nachbarstaaten Türkei und Iran an. „Wo bitte“, fragt Asis, „liegt denn unsere wirtschaftliche Stärke, wenn wir uns einfach nur von Importen unserer Nachbarn überschwemmen lassen?“
Das nordirakische Kurdengebiet liegt nördlich von Mossul und Kirkuk, eingebettet in die nordwestlichen Ausläufer des Sagros-Gebirges. Über vier Millionen Menschen leben hier, die meisten sind irakische Kurden. Unter Saddam wurden sie verfolgt, gefoltert, eingesperrt. Chemie-Ali, der berüchtigte Vetter von Saddam Hussein, erhielt seinen Spitznamen, nachdem er mit einem Giftgasangriff in Halabdscha 1988 rund 5000 Kurden tötete.

1991, nach dem ersten Golfkrieg, wurde dem Norden des Irak von den Vereinten Nationen Autonomie zugesprochen. Aber erst nach der zweiten US-Invasion konnten die Menschen diesen Anspruch auch durchsetzen. Seit 2005 wird die Autonome Region Kurdistan offiziell von der irakischen Regierung anerkannt. In den großen Städten Dohuk, Suleimania und Erbil entstehen seitdem Bürokomplexe und Shopping-Malls, die Straßen werden ausgebaut, die Fassaden geputzt. Neue Universitäten und internationale Flughäfen sind eröffnet, eine Autorennstrecke ist im Gespräch.

Erbil wird in der Region bereits als „Klein Dubai“ gefeiert. Abends, nachdem die Sonne lange untergegangen ist, erhellt das Licht der Leuchtreklamen die Stadt. „Klein Dubai, tatsächlich?“, ruft Mohammed. Er kommt aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, sein traditionelles weißes Gewand, die Dischdascha, verrät es. Mit seinem Geschäftspartner ist er im Nordirak, um sich nach Investitionsmöglichkeiten umzusehen. „Doch“, meint Mohammed schließlich, „Klein-Dubai kann passen.“ Zum Beweis geht der Emirater zu einem kleinen Straßenimbiss im Zentrum des alten Stadtkerns. „Hier gibt es richtig leckere Burger“, sagt er. Eine Fleischfrikadelle als Signal für den Aufbruch.

„Klein Dubai“ alias Erbil bietet Burger, Sandwiches und Cola an vielen Ecken. Die Stadt wächst, anders als das Vorbild, in die Breite statt in die Höhe. Auf einem Felsen im Zentrum steht die 8000 Jahre alte Zitadelle, ringsherum breiten sich Einkaufsstraßen, Bürohäuser und Shopping-Malls aus. Die größte unter ihnen – und im ganzen Irak – ist die „Nishtiman Mall“.

Die Einkaufspassage sieht aus, wie sich der Orient den Westen vorstellt: viel Glas, viel Beton, viele bunte Plakate. Auf vier Etagen vereint sie Teppichhändler, DVD-Shops, Anwaltskanzleien und Gewürzläden. Die Auslegware wuchert auf die Flure hinaus. Fleißig stapeln die Händler raubkopierte Hollywoodfilme und schlecht geschneiderte „Hugo Boos“- Shirts vor den Läden. Doch dem westlichen Einkaufszentrum fehlt es an westlichen Inhalten.

Der Geschäftsführer der Shopping-Mall heißt Miran Mukerji und hat sein Büro im obersten Stock. Auch wenn es noch keine originale Designerkleidung zu kaufen gibt, ist er optimistisch. „Wenn ich schaue, wie stark sich mein Land in den letzten fünf Jahren geändert hat, dann bleibt mir fast die Luft weg“, sagt er. „Erbil ist das neue Eingangstor in den Irak.“ Mukerji reiht solche Sätze aneinander wie Fakten einer Präsentation. Zur Zukunft von Irakisch-Kurdistan fehle es nur noch an ausreichendem westlichem Interesse: „Wir brauchen die Erfahrungen der Ausländer, wir müssen sie in unser Land holen.“ Der junge Unternehmer hat 3000 Geschäfte und gut 100 Büros in seiner Shopping-Mall vermietet. „Aber die Zahlen verdreifachen wir demnächst“, sagt er und zeigt auf eine frisch planierte Brachfläche neben der Nishtiman Mall. Dort entsteht die Erweiterung, dort entsteht die Chance für die Investoren.

Fidaden Garde von der Handelskammer in Erbil weiß, wie er ausländische Geldgeber anlocken will. „Grundstücke gibt’s bei uns umsonst, und Steuern muss ein Investor in den ersten zehn Jahren auch nicht zahlen“, sagt er. Die Köder, von denen er erzählt, stehen im Investitionsgesetz vom Juli 2006. „Ein prima Gesetz, das hat unsere Infrastruktur ordentlich angekurbelt“, findet er.

Im Gesetz schafft die Regionalregierung des Nordirak Anreize für Investoren. Und sie definiert die Aufgaben des Investitionsausschusses. Die Behörde in Erbil sichtet Anträge von potenziellen Geschäftspartnern und klopft deren Ideen auf Brauchbarkeit ab. Steuerbefreiung und Vergünstigungen bekommt, wer ins Raster passt. „In den ersten Jahren lag der Schwerpunkt auf Entwicklung“, sagt Garde, „nun zielt der Ausschuss vermehrt auf Bildung, Tourismus und Gesundheitswesen.“ Die Liste der subventionierten Vorhaben ist eine Art kurdische Roadmap für mehr Wachstum. Und zugleich Offenbarung des Imageproblems, das die Region hat.

Seit Dezember 2006 wurden 237 Projekte im Volumen von 13,5 Milliarden US-Dollar unterstützt. Aber nur 37 davon haben ausländische Firmen initiiert. Den Rest stemmen einheimische Geschäftsleute. Von den Ausländern kommt die Hälfte aus den Nachbarstaaten, aus der Türkei, dem Iran oder Kuwait. Aus der EU kommen sieben Projekte, Deutschland ist mit einer Geflügelfarm und einem Krankenhaus vertreten.

Manch ein Geschäftsmann bemüht sich erst gar nicht um offizielle Unterstützung. „Ob ich nun auf diese Investorenliste komme oder nicht, macht doch keinen Unterschied“, sagt einer, der seit vielen Jahren ein Unternehmen im Nordirak führt. Er bekommt keine Subventionen, habe sie aber auch nicht nötig. Sein Betrieb laufe gut. Das ist Teil seines Problems. Die Behörden, sagt er „wollen ihr Stück vom Kuchen“. Als Unternehmer aus Deutschland bekomme er nun immer häufiger Ärger mit der Regionalregierung, die er für korrupt hält. Das ist auch der Grund dafür, dass er seinen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte. Immer mehr Unterlagen müsse er herbeischaffen, immer wieder Erlaubnisse erneuern. „Eine reine Zettelwirtschaft, eine bloße Schikane“, schimpft er.

„Die Europäer“, so räumt Garde von der Handelskammer ein und formuliert es vorsichtig, „sind sehr zögerlich.“ Was es daher brauche, sei „viel Öffentlichkeitsarbeit, um zu zeigen, dass der Nordirak reif für Investoren ist“. Bisher gibt es die Öffentlichkeitsarbeit im Internet und auf Flyern zu sehen. Sie werben mit schönen Fotos der wilden kurdischen Landschaft. Begrünte Hügel, Wasserfälle, Bergseen sind zu sehen, daneben Computermodelle und Designskizzen von Bürohäusern. Die Broschüren des Investitionsausschusses stellen das Land in allen Details vor: Klima, Bevölkerung, eine Liste mit lokalen Internet-Cafés. Parwin Nuri Asis vom Handelsministerium reicht das nicht. Das Irak-Image sei nur Teil des Problems. Nach Ansicht der Mittfünfzigerin fehlt es der Region an wirklicher wirtschaftlicher Entwicklung.

Sie sehe zwar „überall viele Baustellen und viele grüne Wiesen und sogar erste Touristen“ – aber solange es keinen Export gebe, „gibt es auch keine starke Wirtschaft“. Lediglich Wolle und Öl könne Irakisch-Kurdistan nach draußen bringen; zugleich müssen 95 Prozent aller Bedarfsgüter importiert werden. Das Öl bringt zwar Geld ins Land. Doch niemand weiß genau, in welchen dunklen Kanäle es versickert.

Parwin Nuri Asis arbeitet parallel zu ihrer Tätigkeit im Handelsministerium an einem Master in Wirtschaftsmanagement an der Business & Management University Erbil. Als sie jung war, gab es diese Möglichkeit nicht. Wie man die Region, abseits aller Blauäugigkeit, nach vorne bringen kann, beschäftigt sie von morgens bis abends, bei der Arbeit und in der Bibliothek. Die Frage nach dem Aufschwung ist ihr Lebensinhalt. „Wir müssen unser Bankensystem ausbauen und den Handel ankurbeln“, sagt Asis. Wenn die Region erfolgreich sein soll, dann müsse sie sich auf eigene Füße stellen, statt auf Hilfe von außen zu warten. Das Investitionsgesetz greife zu kurz. „Bloß weil es ein paar Geschenke gibt, kommt doch keiner hierher.“ Perspektiven müsse Kurdistan liefern und eine eigene Identität. Asis ist sich sicher: „Wenn wir aufregend sein wollen, dann dürfen wir nicht einfach westliche Optik kopieren – wir müssen unsere eigene finden.“

Gegenüber der Kaso Mall, vor den Toren der Großen Moschee, sitzt die eigene Identität Kurdistans. Die alten Männer aus Suleimania verkaufen hier Gebetsketten und geflickte Schuhe, manch einer wartet auf den Beginn der Freitagspredigt. Ihre Blicke wandern immer wieder zum Einkaufstempel hinüber, zu den Musikboxen und den chinesischen Lampions. Wenn ein Wolkenberg vorüberzieht und die Sonne durchbricht, dann leuchtet die Glasfassade der Kaso Mall wie ein großes Segel auf. Die alten Männer, die sich schon immer hier und auch schon immer freitags trafen, wirken fehl am Platz. Als der Ruf des Muezzins erklingt, wird er drüben bei der Eröffnung gar nicht mehr gehört. Das moderne Dröhnen aus den Boxen übertönt die Tradition.



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Azad

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Re: Binêrin çawa serokwezîrê Tirkiyê Erdogan ji ser hespê dikeve (vîdyo)

from MeLo.21 on 07/23/2010 12:32 AM

hahaha xwedê bikim der kî wî $ikiya :D

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Binêrin çawa serokwezîrê Tirkiyê Erdogan ji ser hespê dikeve (vîdyo)

from Azadiyakurdistan on 07/23/2010 12:29 AM

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