Neueste Beiträge

Erste Seite  |  «  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  ...  1101  |  »  |  Letzte Die Suche lieferte 11005 Ergebnisse:


Kudo21
Administrator

29, Männlich

  Fortgeschritten

Administrator/in

Beiträge: 1065

Steit um kurdisches Newroz-Fest

von Kudo21 am 10.03.2014 20:35

Protest: 600 Kurden demonstrieren am Stachus





Demonstration am Stachus: Die Veranstalter rechnen mit bis zu 1000 Teilnehmern. 

Rund 600 Kurden demonstrieren am Stachus, weil sie ihr traditionelles Neujahrs- und Frühlingsfest nicht wie geplant feiern können. Die Veranstalter beschuldigen die Polizei.

Altstadt - Anfangs war die Stimmung angespannt. Dann tanzten und sangen die rund 600 kurdischen Männer und Frauen bei ihrem improvisierten Newroz-Fest am Stachus. Es gab Gerüchte, die Polizei wolle das Fest verhindern.

Ursprünglich wollten die Organisatoren des Newroz-Fests im Postpalast in der Wredestraße feiern. Doch aufgrund eines Fehlers bei der Reservierung, wie es am Sonntag hieß, kam es zu einer Doppelbuchung. Das kurdische Fest kam deshalb nicht zum Zug.

Als Ausweichort wurde eine Halle in der Muthmannstraße ausgesucht. Doch auch dort klappte es nicht. Bei einer Vorbesprechung, an der auch ein Vertreter des KVR teilnahm, kam heraus, dass der Veranstaltungsort nicht geeignet und auch nicht zugelassen ist. Deshalb kam ein Vertrag nicht zustande. Zwei Veranstaltungsorte und zwei Absagen – das weckte das Misstrauen des Newroz-Komitees Die Polizei habe die Veranstaltung verhindert, heißt es in einer Mitteilung des Newroz-Komitees 2014: „Damit kriminalisiert das Münchner Polizeipräsidium erneut eine kurdische Veranstaltung und greift die demokratischen und kulturellen Rechte von Kurdinnen und Kurden an."

Die Polizei weist die Vorwürfe entschieden zurück. Man habe die Newroz-Feier nicht verhindert. „Die Veranstaltung war angemeldet und genehmigt", sagt Polizeisprecher Markus Kraus. Ein Beamter habe lediglich im Vorfeld Kontakt zum Hallenbetreiber aufgenommen und um Rückruf gebeten. „Das ist ein ganz normaler Vorgang und üblich bei großen Veranstaltungen", sagt Werner Kraus.

Das Komitee meldete für Sonntag aus Protest eine Kundgebung am Stachus an. Die Polizei war wegen der vielen Gerüchte im Vorfeld bereits ab Mittag mit starken Kräften rund um den Stachus in Bereitschaft. Absperrgitter wurden vorsichtshalber aufgestellt.

Doch dann entwickelte sich die Protestdemo recht schnell zu einem entspannten Frühlingsfest. Die Menschen bildeten einen Kreis, nahmen sich an den Händen, sangen und tanzten. Nach Polizeiangaben beteiligten sich rund 300 in München lebende Kurden an dem improvisierten Newroz-Fest, das mit einem Lagerfeuer am Abend zu Ende gehen sollte.
 
abendzeitung-muenchen.de

Antworten

Kudo21
Administrator

29, Männlich

  Fortgeschritten

Administrator/in

Beiträge: 1065

Êzîdischer Veranstaltungsabend der ÊJE

von Kudo21 am 06.03.2014 22:47

1620760_10203531297667975_669071164_n.jpg

Antworten

Kudo21
Administrator

29, Männlich

  Fortgeschritten

Administrator/in

Beiträge: 1065

Brutale »Graue Wölfe«

von Kudo21 am 24.02.2014 12:13

Türkische Faschisten terrorisieren Linke, Kurden und Aleviten – auch in Deutschland. Die CDU kooperiert mit den türkischen Ultranationalisten




Deutsche Sicherheitsbehörden warnen vor einer zunehmenden Gewaltbereitschaft türkischer Faschisten, der sogenannten Grauen Wölfe. Das ergibt sich aus der Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Linksfraktion sowie Recherchen von Spiegel online.

 

Die Grauen Wölfe, die sich selber auch als »Ülkücüler« (Idealisten) bezeichnen, streben ein neues osmanisches Reich und die Vereinigung aller Turkvölker – vom Balkan bis zur chinesischen Mauer – an. In der Türkei ermordeten ihre bewaffneten Banden in den 70er Jahren Tausende Linke und Aleviten. In den 90er rekrutierten sich aus ihrer Mitte Todesschwadronen, die in den kurdischen Landesteilen eingesetzt wurden. Auch in den letzten Jahren kam es in der Türkei zu pogromähnlichen Ausschreitungen von »Grauen Wölfen« gegen Linke, Kurden und Roma.

Neben den in der Bundesrepublik in der »Föderation der Türkisch-Demokratischen Idealistenvereine in Deutschland« bzw. »Türkische Föderation« oder kurz ADÜTDV organisierten »Wölfen« – einem Ableger der rechten Partei MHP in der Türkei – sieht die Bundesregierung eine seit den letzten Jahren wachsende nichtorganisierte »Ülkücü«-Jugendbewegung. In sozialen Netzwerken und auf Internetvideoplattformen werden etwa Kurden, Armenier, Griechen, Juden und Homosexuelle beleidigt und bedroht. Dabei zeige sich, so die Bundesregierung, daß diese Jugendbewegung »insbesondere die der Ideologie entnommenen Feindbilder nicht nur im Internet, sondern auch in der realen Welt auslebt«, so im Orginal.

Im Klartext: Es wird schon mal zugeschlagen oder mit dem Messer zugestochen. Die Bundesregierung zählt 17 Fälle auf, in denen es seit 2011 zu Angriffen von türkischen Nationalisten auf Kurden kam. So machten vier Männer am Rande der Hamburger DGB-Kundgebung am 1. Mai 2012 zuerst das Handzeichen der »Grauen Wölfe« und schlugen dann unvermittelt einen kurdischen Kundgebungsteilnehmer mit Fäusten nieder. In Berlin-Kreuzberg griffen im September letzten Jahres Anhänger des türkisch-nationalistischen Fußballoberligisten Hürtürkel aus ihrem Vereinsheim heraus eine Solidaritätsdemonstration mit den Gezi-Park-Protesten in der Türkei an. Die aufgelisteten Übergriffe sind erfahrungsgemäß nur die Spitze des Eisberges, denn viele Auseinandersetzungen werden nicht gemeldet oder als unpolitischer Streit unter Jugendlichen verbucht, wie man es auch im Falle von Angriffen deutscher Neonazis kennt. Da die »Wölfe« keine Bekennerbriefe verfaßten, könne eine Reihe von Sachbeschädigungen und Brandanschlägen gegen kurdische und linke türkische Einrichtungen nicht eindeutig zugeordnet werden, zitierte Spiegel online einen Staatsschutzbeamten. Auch Ömer Güney, der mutmaßliche Mörder der drei kurdischen Politikerinnen, die vor gut einem Jahr in Paris erschossen wurden, trieb sich jahrelang im türkisch-nationalistischen Milieu in Oberbayern herum.

In den Jahren 2011 und 2012 fanden, parallel zu einer Verschärfung des Krieges zwischen der türkischen Armee und der PKK-Guerilla, insgesamt 29 kurdenfeindliche Demonstrationen mit bis zu 1200 Teilnehmern in Deutschland statt. Zulauf scheinen neben der »Ülkücü«-Jugendszene auch die organisierten »Grauen Wölfe« zu bekommen. 13000 Anhänger der ADÜTDF versammelten sich nach Angaben der Bundesregierung Mitte November zur Hauptversammlung der Föderation in der Arena in Oberhausen, Medien hatten die Zahl nur mit 6000 angegeben.

Der verstorbene Führer der rechten »Partei der Nationalistischen Bewegung« (MHP) in der Türkei und Hitler-Verehrer Alparslan Türkes hatte bereits 1996 seine Anhänger in Deutschland zum Eintritt in die CDU aufgefordert. Umgekehrt empfahl vor einigen Jahren eine Studie der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung Unionspolitikern »aus politstrategischen Gesichtspunkten« im Einzelfall abzuwägen, »inwieweit eine zielgerichtete Zusammenarbeit« mit türkischen Rechten möglich sei. Heute sollen zahlreiche »Graue Wölfe« der CDU angehören, wie ein selbst den Christdemokraten beigetretener Funktionär eines ADÜTDF-Vereins in Hamm im vergangenen Jahr gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung bestätigte.

Auch Politiker von SPD und Grünen suchen beim Buhlen um Wählerstimmen immer wieder die Nähe zu Vereinen der »Grauen Wölfe«. Doch während Sicherheitsbehörden gegenüber Spiegel online bestätigten, daß deren Unterwanderungsstrategie »allmählich Früchte« trage, will die Bundesregierung hierzu »keine eigenen, über vereinzelte Pressespekulationen hinausgehenden Erkenntnisse« besitzen. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigt keine Berührungsängste. Bei einem Staatsbesuch im März 2010 traf sie sich in Ankara auch mit Devlet Bahceli, dem Vorsitzenden der MHP, die die drittstärkste Fraktion im türkischen Parlament stellt.

 

jungewelt.de

Antworten

Azadiyakurd...
Administrator

-, Männlich

  Aktive/r User/in

Administrator/in

Beiträge: 4656

Staudamm-Projekt in der Türkei: Ein Dorf, dem Untergang geweiht

von Azadiyakurdistan am 17.02.2014 16:13



Aus Hasankeyf berichtet "zenith"-Autor Jannis Hagmann
 
Die Türkei will den Tigris stauen, um Energie zu gewinnen und Land zu bewässern. Ganze Dörfer sollen untergehen, darunter der Ort Hasankeyf. Der gigantische Damm ist nicht mehr zu verhindern - Dorfbewohner werden für neue Häuser zur Kasse gebeten.


Hasankeyf erinnert an eine Westernstadt, die Straßen staubig, die Rollläden heruntergelassen. Vor den niedrigen Häusern warten einige Männer, trinken Tee, spielen Tavla. Am Nachmittag, wenn die Sonne nicht mehr im Zenit steht, wollen sie wieder protestieren und die Brücke besetzen, die das kleine anatolische Dorf mit der anderen Seite des Tigris-Tals verbindet - von der sich ein einzigartiger Blick auf das stolz in die Höhe ragende Minarett von Hasankeyfs El-Rizk-Moschee bietet.

Vor der Moschee steht Osman; auch er protestiert und versucht, einige Broschüren über seinen berühmten Heimatort unter die Touristen zu bringen. "Die Regierung ist völlig verrückt", sagt er. Geht es nach Premier Erdogan - und danach sieht es aus - werden im Vorgarten der 600 Jahre alten Moschee bald Fische schwimmen. Am Haus von Osmans Familie werden sich Algen bilden. Hasankeyfs Straßen werden in den Tiefen des Ilisu-Stausees untergehen, einem der größten künstlichen Seen der Welt.

Stausee wird größer als München

Was Osman aber heute auf die Straße treibt, ist nicht der Stausee selbst. Die Pläne der türkischen Regierung, am Oberlauf des Tigris in Südostanatolien einen gewaltigen Damm zu errichten, sind bereits seit langem bekannt. Was Osman heute aufregt, liegt auf der anderen Seite des Tigris. Über die Dächer Hasankeyfs zeigt er auf einige Häuser, die sich jenseits des Tigris in die Hänge ducken. "Das ist Yeni Hasankeyf", sagt Osman, das "neue Hasankeyf". Mit den staatlichen Entschädigungszahlungen, von denen er kürzlich erfahren hat, wird sich seine Familie dort jedoch nie ein Haus leisten können. "30.000 Türkische Lira sollen wir für unser altes Haus bekommen", erzählt er, "160.000 wird das neue kosten." Das sind knapp 60.000 Euro - eine Menge Geld im fernen Anatolien.

Wie Osman und seine Familie sollen Tausende Einheimische des überwiegend von Kurden bewohnten Tigris-Tals zwangsumgesiedelt werden. Die Regierung spricht von bis zu 15.000 Menschen; Experten der Weltbank schätzen die Zahl auf etwa das Doppelte, und Gegner des Damms rechnen mit 65.000 Menschen, die insgesamt - etwa durch die Enteignung von Feldern - betroffen sein werden.

Noch in diesem Jahr soll der Damm fertiggestellt sein. Wie eine gigantische Badewanne würde sich das Tigris-Tal dann auf einer Länge von 135 Kilometern langsam füllen, bis der Pegel, vielleicht schon im 2015, seinen geplanten Stand erreicht und kurz unter der Spitze des El-Rizk-Minaretts in Hasankeyf Halt macht. Mit 313 Quadratkilometern Fläche könnte der Stausee dann eine Großstadt wie München schlucken.

Dutzende historisch bedeutsamer Stätten sollen in dem Stausee untergehen. Selbst in einer Bewertung der am Bau beteiligten Unternehmen heißt es: "Das kulturelle Erbe der Gegend ist historisch bedeutsam. Die Gegend wurde seit mehr als 100.000 Jahren bewohnt." So sei das Tigris-Tal Zeuge zahlreicher Hochkulturen geworden - "allerdings", schränken die Autoren ein, "scheint es nicht Kern einer Zivilisation gewesen zu sein, abgesehen von einigen Jahrhunderten im Mittelalter."

Irak und Syrien sind über Erdogan verärgert

Für die AKP-Regierung unter Premier Erdogan sei Hydroenergie von besonderer Bedeutung, erklärt Erdem Evren, Experte für Wasserpolitik am Berliner Forschungsinstitut Zentrum Moderner Orient. "Wenn du das derzeitige Wachstum im Bausektor aufrecht erhalten willst, brauchst du vor allem eins: Energie." Zudem stehe das Land kurz vor der Krise. "Das Leistungsbilanzdefizit nimmt bedrohliche Ausmaße an", sagt Evren, "das heißt, das Land konsumiert mehr als es produziert. Da Energieeinfuhren einen großen Teil dieses Defizits ausmachen, will die Regierung die Abhängigkeit von Importen verringern, indem sie Energie aus einheimischen Ressourcen gewinnt." Selbstversorgung und Unabhängigkeit von anderen Staaten in der Region, das seien die übergeordneten Ziele der Strategen in Ankara.

Sowohl der Irak als auch Syrien klagen, dass die Türkei das Wasser der gemeinsamen Flüsse Euphrat und Tigris monopolisiere. Im Streit um den Ilisu-Damm bat die irakische Regierung sogar die Arabische Liga um Unterstützung. Die Reduzierung der Wassermenge schade der Landwirtschaft und führe zu Bodenerosion und Versalzung in ehemals bewässerten Gebieten.

Irakische Naturschützer sorgen sich vor allem um die Sümpfe im Süden des Landes. Gut tausend Kilometer vom Ilisu-Damm flussabwärts, kurz vor der irakischen Stadt Basra, überschwemmen Euphrat und Tigris ein weites Gebiet, bilden flache Seen, Feuchtgebiete und ausgedehnte Schilfflächen. "Der Irak wird leiden", fürchtet Azzam Alwash von der Naturschutzorganisation "Nature Iraq", "der Ilisu-Damm bedroht den Artenreichtum."

Dass der Bau des Ilisu-Damms noch verhindert werden kann, dass Hasankeyf noch eine Chance hat, über Wasser zu bleiben - daran glauben mittlerweile auch die Dammgegner selbst nicht mehr. Osman sagt resigniert: "Wir werden wohl wegziehen oder jahrelang einen Kredit für das neue Haus abbezahlen."

Dieser Artikel entstammt der aktuellen Ausgabe des Magazins "zenith"

Quelle... Spiegel Online 

Silav û Rêz
Azad

Antworten

Azadiyakurd...
Administrator

-, Männlich

  Aktive/r User/in

Administrator/in

Beiträge: 4656

Autonomie im Alleingang

von Azadiyakurdistan am 17.02.2014 16:08



Nach monatelangen Verhandlungen benannte die PKK-nahe Partei PYD nun im Alleingang die Minister einer Regierung für die kurdischen Gebiete Syriens. Das konkurrierende Parteienbündnis KNC droht an Einfluss zu verlieren.

Nils Metzger berichtet aus Derik, Ostsyrien
 

Vor dem Polizeibüro der Kleinstadt Derik weit im Osten Syriens stehen Uniformierte in kleinen Gruppen zusammen und winken den auf Motorrädern vorbei rauschenden Jugendlichen zu. Rote und gelbe Flaggen, nicht wenige mit dem Portrait des inhaftierten Kurdenpolitikers Abdullah Öcalans, haben sie an ihren Gepäckträgern befestigt. An diesem Nachmittag feiern sie die Einlösung eines Versprechens: Vor Monaten hatte Salih Muslim, Parteichef der größten syrisch-kurdischen Partei PYD, zugesagt, eine Übergangsregierung zusammenstellen zu wollen. Gerne mit den übrigen kurdischen Parteien, insbesondere dem eng mit den nordirakischen Kurden verbundenen Kurdischen Nationalrat (KNC), zur Not aber auch ohne sie.

Seit vergangenem Herbst überzogen sich beide Gruppen jedoch mehr mit gegenseitigen Vorwürfen, als konstruktiv an einer Verteilung der Ämter zu arbeiten. Beide Seiten bringen aus ihrer Sicht überzeugende Argumente für das vergiftete Arbeitsklima vor: Die PYD beklagt, der KNC sei untätig und unfähig, letztere fühlt sich durch die übermächtige PYD an den Rand gedrängt und übergangen. Dass die PYD nun bei der Verkündung der Übergangsregierung lediglich auf die Unterstützung zweier kleiner Parteien aus dem KNC-Bündnis zurückgreifen konnte, zeigt, wie verfahren der Prozess ist. Wer nicht mitzieht, bleibt auf der Strecke, so die Strategie der sozialistisch-nationalistisch geprägten Massenbewegung PYD – die bei vielen syrischen Kurden gut ankommt.

Bei der Verkündungszeremonie in Amoudeh, einer Kleinstadt nahe Qamishle, der inoffiziellen kurdischen Hauptstadt Syriens, sprachen neben Vertretern der PYD auch Politiker christlicher Gruppen – immer wieder betont die PYD ihre Allianz mit der Partei der Assyrischen Union, einer der wichtigsten christlichen Gruppierungen des Landes. In den kurdischen Gebieten haben zehntausende syrische Christen Zuflucht vor islamistischen Kämpfern gefunden.

Keine klare Trennung zwischen Parteimiliz und Ordnungsmacht

Bislang soll die Übergangsregierung nur für ein begrenztes Gebiet gelten: die kurdische Enklave Afrin und die Region um die Stadt Kobane, die aktuell von Kämpfern des Al-Qaida-Ablegers »Islamischer Staat in Irak und Syrien« (ISIS) belagert wird, sind vorerst davon ausgenommen. In den vergangenen Monaten hatte die PYD ebenfalls begonnen, von Geschäftsleuten und Bauern in ihren Gebieten Steuern einzutreiben. Mehrfach wurde dabei von Anwohnern kritisiert, dass eine einzelne Partei nicht das Recht dazu habe. Die klare Trennung zwischen Staat und Partei lässt die PYD bislang in weiten Teilen vermissen.

Wichtigste Quelle ihres Einflusses ist die indirekte Kontrolle über inzwischen mehr als 40.000 Milizionäre der kurdischen YPG-Einheiten. Ursprünglich sollten die Truppen rekrutiert werden, um dem steigenden Einfluss islamistischer Gruppen im kurdischen Gebiet etwas entgegen setzen zu können. Formell unterstehen sie dem Obersten Kurdischen Komitee, einen Koordinationsgremium von PYD und KNC – tatsächlich nutzt die PYD die YPG-Milizen aber auch, um Demonstrationen zu unterbinden und konkurrierenden Bewegungen das Leben schwerer zu machen.

Welche direkten Konsequenzen die Verkündung hat, ist unklar. Bislang streben die meisten kurdischen Gruppierungen einen föderalen Staat Syrien an, Damaskus möchte man sich weiterhin begrenzt unterordnen. Zeitgleich verkündete Parteichef Salih Muslim noch am 20. Januar, sich etwa am in Genf stattfindenden Friedensprozess nicht beteiligen zu wollen: »Das Schicksal Kurdistans wird auf dem Schlachtfeld entschieden.« An die in der Schweiz getroffenen Beschlüsse fühle man sich nicht gebunden.

 http://www.zenithonline.de/deutsch/politik//artikel/autonomie-im-alleingang-004008/

Silav û Rêz
Azad

Antworten

Azadiyakurd...
Administrator

-, Männlich

  Aktive/r User/in

Administrator/in

Beiträge: 4656

Re: New Clips / Klîpên Nû

von Azadiyakurdistan am 11.02.2014 21:34

Wir brauchen auch solche Clips. Ich finde das Video gut vorallem weil da eine Folklorgruppe aus Efrîn mittanzt.

Silav û Rêz
Azad

Antworten

Azadiyakurd...
Administrator

-, Männlich

  Aktive/r User/in

Administrator/in

Beiträge: 4656

Öcalans Brief erreichte Barzani

von Azadiyakurdistan am 11.02.2014 21:32



Erbil (BasNews)- Der Brief des PKK-Chefs Abdullah Öcalan an den Präsidenten der kurdischen Region, Massoud Barzani wurde am Dienstag von den beiden Abgeordneten Leyla Zana und Sirri Süreya Önder an Barzani ausgehändigt.

Um den Brief Öcalans an Barzani zu überbringen, sind die unabhängige Abgeordnete Leyla Zana und der Abgeordnete der Demokratischen Partei der Völker (HDP), Sirri Sürreya Önder in den späten Stunden des Montags in der irakisch-kurdischen Hauptstadt Erbil angekommen.

Zana und Önder wurden an dem Grenzübergang 'Habur' zwischen der kurdischen Region (KRG) und der Türkei von kurdischen Regierungsbeamten abgeholt, nach Saladin gebracht, wo sie sich mit Barzani trafen. Bei dem Gespräch sei der Brief von Öcalan an Barzani überreicht worden. Zu dem Gespräch und dem Inhalt des Briefes wurden bislang keine Angaben gemacht.

Bereits zuvor kündigten Zana und Önder an, nachdem sie sich am 25. Januar mit dem inhaftierten PKK-Chef Öcalan trafen, einen Brief Öcalans an Barzani überbringen zu wollen. Da sich Barzani allerdings auf einer längeren Europareise befand, verzögerte sich das Treffen.

(BasNews/svb)

Silav û Rêz
Azad

Antworten

Azadiyakurd...
Administrator

-, Männlich

  Aktive/r User/in

Administrator/in

Beiträge: 4656

US-Expertin: Kurden hätten Amerikanern mehr abverlangen sollen

von Azadiyakurdistan am 11.02.2014 21:31



Kansas City (BasNews) – Jennifer Bennett, Autorin des bald erscheinenden Buches „Führungskraft", ist eine freischaffende Entwicklungstrainerin und Spezialistin. BasNews sprach mit Bennett bei einer Konferenz zu „Effektiver Führungsarbeit in Dritte-Welt-Ländern."

BasNews: Wenn wir in der Geschichte des Mittleren Ostens zurückblicken, speziell in den letzten 80 Jahren, können wir einen Mangel an Führungskraft in den meisten Ländern der Region feststellen. Wie sehen Sie das?

Jennifer Bennett: Ich sehe es nicht auf diese Weise, ich meine, es gab zahlreiche Führer im Laufe der gesamten Geschichte des Mittleren Ostens. Jedoch kann man sagen, dass sie nicht charismatisch genug waren, um sensible Fragen gut zu lösen. Viele Führer in der Region sind persönlich charismatische Führer, was heißt, dass sie ihren persönlichen Wünschen nachgehen und sich weigern, mit anderen zu interagieren, sie beachten auch nicht die Gefühle und Bedürfnisse der Menschen.

BasNews: Können Sie Beispiele nennen?

JB: Ja, Ihr Führer Saddam Hussein.

BasNews: Er führte uns nicht im Geringsten.

JB: Ich weiß, dass er zu den Kurden im Norden brutal war. Aber er war ein persönlich charismatischer Führer, der leicht den narzisstischen Führer auf einem pathologischen Grad nahe kommt. Wie Hitler oder Stalin.

BasNews: Können wir sagen, Führer in der Region folgen eher dem "ich" als dem "wir"?

JB: Ich denke, das könnte auf die meisten zutreffen, weil diese Führer jeden Winkel des Lebens kontrollieren wollen. Schauen Sie auf Yasser Arafat, Führer der Palästinensischen Befreiungs-Organisation (PLO). Obwohl er exzellente Führungskraft-Qualitäten hatte, musste er auch alles kontrollieren, bis zu dem Grad, dass er das Hauptsymbol der PLO und des palästinensischen Freiheit wurde.

BasNews: Familie, Monarchie und Stammessysteme sind üblich im Mittleren Osten. Denken Sie, der arabische Frühling hat das System erschüttert?

JB: Solche Systeme können nicht leicht erschüttert werden, da sie tief und breit verwurzelt sind, sowohl historisch als auch politisch.

BasNews: Aber der arabische Frühling wischte Führer au seiner sehr engen Ummantelung der Macht hinweg, oder?

JB: Das ist richtig, aber sehen Sie, was danach passierte. Schauen Sie auf zum Beispiel Ägypten, die autoritäre Basis dort wurde nicht erschüttert. Es ist immer noch die gleiche Mentalität militärischer Ego-Herrschaft.

BasNews: Wie ist es im Irak?

JB: Der Irak ist nicht besser. Was haben irakische Führer nach dem Sturz Saddam Husseins gemacht? Sie haben das Land ruiniert und leben nach dem Gedanken der Rache.

BasNews: Was denken Sie darüber, dass die Kurden, obwohl sie von der Auslöschung durch den Irak bedroht waren, eine bedeutende Rolle für einen neuen Irak spielen?

JB: Das war ein großer Fehler der Kurden. Die kurdischen Führer vergaßen dabei ihre inneren Probleme und richteten ihren Fokus auf den Irak. Ich denke, sie wollten zeigen, dass sie tolerant sind. In der Politik haben solche Dinge keinen Wert.

BasNews: Was hätten die kurdischen Führer stattdessen machen sollen?

JB: Ich denke, Sie hätten gemeinsame Strategie für den neuen Irak entwickeln sollen. Sie warteten auf die Amerikaner, die alles für sie tun sollten, und verhielten sich sehr freundlich, alles für ein wenig Schulterklopfen. So funktioniert Politik nicht. Sie hätten große Forderungen stellen sollen, wie einen separaten, unabhängigen kurdischen Staat, so hätten sie auch Kirkuk zurückgewonnen.

(Bas News/msp)

Silav û Rêz
Azad

Antworten

NewrozAzad

24, Weiblich

  Einsteiger/in

Beiträge: 27

Re: New Clips / Klîpên Nû

von NewrozAzad am 08.02.2014 23:08

http://basnews.com/de/News/Details/Kurdische-S-ngerin-Helly-Luv-auf-Erfolgskurs-in-Los-Angeles/12241

http://www.youtube.com/watch?v=33Zd1c4QDIs

Ganz schön provokant,aber mir gefällt es irgendwie 



Antworten Zuletzt bearbeitet am 11.02.2014 21:01.

Azadiyakurd...
Administrator

-, Männlich

  Aktive/r User/in

Administrator/in

Beiträge: 4656

525 Menschen wegen Facebook-Missbrauch in Region Kurdistan angeklagt

von Azadiyakurdistan am 05.02.2014 21:54



Suleymania (BasNews) – In der irakischen Region Kurdistan werden viele Klagen über unkorrektes Verhalten auf der Internet-Plattform Facebook laut. Die Nutzung von Facebook ist populär, um Beziehungen zu stärken, wird aber immer häufiger etwa unter Angabe falscher Namen missbraucht.

K. A. ist eine junge Frau im Alter von 27 Jahren, von Beruf Beamtin in einer der Behörden der kurdischen Regionalregierung. Sie möchte wissen, wer unter ihrem Namen einen Facebook-Account führt und Nachrichten schickt, Liebesbeziehungen aufbaut und Termine und Treffen vereinbart. Sie wusste davon bis vor kurzem nichts und ist wütend über dieses Verhalten.

Laut BasNews-Informationen sind viele Menschen Opfer von Facebook-Missbrauch geworden, auch Politiker und Führungskräfte. Immer wieder wird im Namen bekannter Persönlichkeiten, die keinen Facebook-Account haben, etwas veröffentlicht.

Serkawt Ahmed, Sprecher der Polizei in Suleymania, gab gegenüber BasNews bekannt, „dass wir mehr als 600 Facebook-Anklagen haben, 525 Verdächtige wurden gerichtlich angeklagt und bekamen Geldstrafen, weil sie die Website nicht rechtmäßig verwendeten, etwa für Drohungen, falsche Accounts und die Anbahnung von falschen Beziehungen. Die Geldstrafen betragen zwischen einer und sechs Millionen irakische Dinar, das entspricht 800 bis 4.800 US-Dollar."

Das betrifft viele Frauen und Mädchen, die von ihren Familien bedroht und misshandelt werden, weil unter ihren Namen Facebook-Accounts geführt und Beziehungen aufgebaut werden, ohne dass sie es wissen.

Ein Universitätsdozent im Fach Sozialwissenschaften erklärte gegenüber BasNews, „dass jede neue Technologie in einer Gesellschaft Probleme, Diskussionen oder auch Gewalt mit sich bringt. Die Menschen, die solche Taten begehen, sind psychisch krank und brauchen Behandlung. Das hängt mit der schlechten Erziehung und auch mit Tabuthemen in der kurdischen Gesellschaft zusammen."

(BasNews/Hemin Salih/sha)

Silav û Rêz
Azad

Antworten
Erste Seite  |  «  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  ...  1101  |  »  |  Letzte

« zurück zur vorherigen Seite