Suche nach Beiträgen von Azadi

Erste Seite  |  «  |  1  |  2 Die Suche lieferte 13 Ergebnisse:


Azadi

45, Männlich

  Einsteiger/in

Beiträge: 13

Iranisch-kurdischer Gefangener könnte bald hingerichtet werden

von Azadi am 26.03.2011 14:39

Iranisch-kurdischer Gefangener könnte bald hingerichtet werden

Veröffentlicht am 25. März 2011 – Zamaaneh, 25. März 2011 – Mehreren Berichten zufolge soll der iranisch-kurdische politische Gefangene Shirkou Moarefi am 1. Mai hingerichtet werden.Wie die Menschenrechtsseite Human Rights Activists News Agency berichtet, schreibt eine kurdische Lokalzeitung in Irak unter Berufung auf verlässliche Quellen , dass das Datum der Hinrichtung Shirkou Moarefis für den 1. Mai festgesetzt wurde – den Internationalen Tag der Arbeit.

Gleichzeitig berichtet die Campaign for the Defence of Political Prisoners, das Islamische Gericht in der iranischen Stadt Saghez habe der Hinrichtung und dem Termin am 1. Mai zugestimmt. Die Kampagne veröffentlichte einen Brief der Familie Shirkou Moarefis, in dem diese an Menschenrechtsorganisationen und internationale Gremien appelliert, sich bei der Regierung der Islamischen Republik für das Leben des Verurteilten einzusetzen.

„Die Islamische Republik wirft Shirkou Moharebeh (Feindschaft gegen Gott) vor, weil er eine Organisation unterstützt hat, die den bewaffneten Widerstand schon vor Jahren aufgegeben hat und sich nur noch auf kulturellem Gebiet engagiert hat. Das Gericht kam innerhalb weniger Minuten zu dem Schluss, ihn zum Tode zu verurteilen“, schreibt Familie Moarefi.

Der 31jährige Moarefi wurde wegen „Gefährdung der nationalen Sicherheit“ und „Feindschaft gegen Gott“ zum Tode verurteilt. Er war wegen Kooperation mit der Komeleh-Partei, einer kurdischen Dissidentenorganisation, im November 2008 in der Stadt Saghez verhaftet worden.

[Moarefis Anwalt] Khalil Bahramian hatte gegenüber Rooz Online letztes Jahr berichtet, dass die Akte seines Klienten im Obersten Gerichtshof von Qom sowie vom Begnadigungsausschuss geprüft werde.

Shirkou Moarefi war nicht Mitglied bei der Komeleh, sondern lediglich ein Sympathisant.In November 2009 war der 28jährige iranische Kurde Ehsan Fatahian in Sanandaj wegen Kooperation mit der Komeleh hingerichtet worden. Im Mai 2010 wurden fünf weitere politische Gefangene – vier davon Kurden – im Teheraner Evin-Gefängnis gehängt.

Veröffentlicht bei Radio Zamaaneh am 25. März 2011 – Quelle (Englisch): http://radiozamaneh.com/english/content/iranian-kurd-prisoner-imminent-danger-execution

Antworten

Azadi

45, Männlich

  Einsteiger/in

Beiträge: 13

Übergriffe auf Newroz-Veranstaltungen in Kurdistan

von Azadi am 21.03.2011 16:13

Übergriffe auf Newroz-Veranstaltungen in Kurdistan

An diesem Wochenende haben Millionen Kurdinnen und Kurden in Kurdistan und weltweit anlässlich Newroz ihre Forderungen nach Frieden, Freiheit und Demokratie zum Ausdruck gebracht. Allein in Diyarbakir kamen über eine Million Menschen zusammen.

Auch in diesem Jahr sind wieder zahlreiche Beobachter-Delegationen aus Europa nach Kurdistan gereist. Erneut sind sie Zeuge historischer Momente geworden und haben das Fest des Widerstandes und der Freiheit mitgefeiert. Sie sind aber auch Zeuge von Krieg und staatlicher Gewalt gegen die kurdische Zivilbevölkerung geworden.

Die Demonstrationen von Hunderttausenden Menschen im Anschluss an die Newroz-Veranstaltungen zu den von der BDP (Friedens- und Demokratiepartei) initiierten großen Zelten, in denen Perspektiven für eine politische Lösung der kurdischen Frage diskutiert werden, wurden von türkischen Sicherheitskräften mit Tränengas und Wasserwerfern angegriffen. Auch in der Vergangenheit waren Newrozveranstaltungen Zielscheibe von Militär- und Polizeiapparat.

Unter den Angegriffenen befinden sich auch zahlreiche Delegationsmitglieder aus Deutschland und anderen europäischen Ländern. Die Italienerin Francesca Patressi wurde mit einer Kopfverletzung in eine Klinik gebracht.

Wir verurteilen diese Angriffe und rufen die internationale Öffentlichkeit zum Protest und zur Solidarität mit den Menschen vor Ort auf. Die europäischen Staaten fordern wir entsprechend ihrer moralischen und historischen Verantwortung dem kurdischen Volk gegenüber auf, ihren Druck auf die türkische Regierung geltend zu machen, damit Newroz und das Jahr 2011 das Jahr der Lösung im Kurdistan-Konflikt wird.

Diese erbarmungslosen Angriffe auf Zivilisten und die andauernden Militäroffensiven zeigen: die türkische Regierung setzt weiterhin auf Krieg, mit allen Mitteln. Sie lehnt jegliche Friedensangebote der kurdischen Seite ab und ignoriert die Forderungen des kurdischen Volkes nach Selbstbestimmung.

Doch wir Kurdinnen und Kurden halten daran fest: wir werden alle Hürden auf dem Weg in ein friedliches und freies Leben überwinden. Ein autonomes Kurdistan, eine demokratische Republik Türkei und ein friedlicher Mittlerer Osten wird das Ergebnis unseres Kampfes sein.



YEK-KOM - Föderation Kurdischer Vereine in Deutschland e.V.
CENI - Kurdisches Frauenbüro für Frieden e.V.
ISKU - Informationsstelle Kurdistan e.V.
YXK - Verband der Studierenden aus Kurdistan e.V.
KURD-AKAD - Netzwerk kurdischer AkademikerInnen e.V.

Antworten

Azadi

45, Männlich

  Einsteiger/in

Beiträge: 13

Hunderttausende Kurden feiern Neujahrsfest Newroz

von Azadi am 21.03.2011 16:07

Hunderttausende Kurden feiern Neujahrsfest Newroz

(AFP) – Vor 21 Stunden

Diyarbakir — Hunderttausende Kurden haben in verschiedenen türkischen Städten ihr Neujahrsfest Newroz gefeiert. Unter einem Großaufgebot an Sicherheitskräften skandierte eine Menge in der südosttürkischen Stadt Diyarbakir mit Bezug auf die Kurdische Arbeiterpartei (PKK) und deren inhaftierten Chef Abdullah Öcalan: "Es lebe Öcalan, es lebe die PKK, es lebe Newroz", wie ein AFP-Journalist berichtet. Mehrere zehntausend Menschen versammelten sich in der Stadt und trugen die Farben der PKK-Rebellen grün, rot und gelb zur Schau.

Mit Steinen, Stöcken und Molotowcocktails bewaffnete Demonstranten lieferten sich am Abend im überwiegend von Kurden bewohnten Diyarbakir Auseinandersetzungen mit den Ordnungskräften, die Tränengas und Wasserwerfer einsetzten. Mehrere Menschen wurden festgenommen. Auch in anderen Städten im Südosten der Türkei kam es zu Zusammenstößen und Festnahmen. In Istanbul dagegen gab es keine Zwischenfälle. Dort feierten zehntausende Menschen friedlich das Neujahrsfest.

Politiker der BDP-Partei, der wichtigsten pro-kurdischen Partei in der Türkei, forderten die Regierung auf, die Vorschläge Öcalans zu berücksichtigen, um die Kurdenfrage zu lösen. Die Kurden nehmen das Neujahrsfest regelmäßig zum Anlass, mehr Rechte für ihr Volk einzufordern und der PKK ihre Unterstützung auszusprechen. Dabei kommt es immer weieder zu Zwischenfällen. Mit 50 von Sicherheitskräften getöteten Demonstranten ereignete sich 1992 das bislang blutigste Newroz-Fest.

Copyright © 2011 AFP. Alle Rechte vorbehalten.

Antworten
Erste Seite  |  «  |  1  |  2

« zurück zur vorherigen Seite