Kurdistans TK-Firma Korek soll an Arabien verkauft werden

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Kurdistans TK-Firma Korek soll an Arabien verkauft werden

from Kudo21 on 07/10/2010 04:17 PM

Kurdistans TK-Firma Korek soll an Arabien verkauft werden


Samstag, Februar 27th 2010 1:34 PM


Erbil, 27. Februar (AKnews) – Das in den letzten Jahren national erfolgreiche nordirakisch-kurdische Telekommunikations-Unternehmen Korek Telecom, das von dem international mit Preisen überhäuften Geschäftsführer Sirwan Mustafa Barzani (Bild) geleitet wird, soll vom Konzern Telco Emirates Telecommunications Corporation (Etisalat) aus den Vereinten Arabischen Emiraten durch den Kauf von Mehrheitsanteilen übernommen werden.



Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters hat der Vorsitzende von Etisalat, Mohammad Omran, die Verhandlungen mit Korek nahezu abgeschlossen. Etisalat gab in der vergangenen Woche bekannt, in sechs Märkte des Nahen Ostens und Nordafrikas − Irak, Libyen, Libanon, Oman, Syrien und Marokko − expandieren zu wollen.

Bereits im Oktober 2008 wollte Etisalat einen Anteil von Korek Telecom, dem einzigen kurdischen TK-Unternehmen, in Höhe von 51 Prozent für 750 Millionen Euro erwerben.

Korek Telecom ist eines von drei national lizenzierten Telekommunikationsunternehmen im Irak, das sich auf die Verbreitung von GSM-basierten Mobilfunksystmenen spezialisiert hat. Es arbeitet von der kurdischen Hauptstadt Erbil und der kurdischen Provinz Duhok aus. Im November 2000 hat das Ministerium für Telekommunikation dem Unternehmen erstmals die exklusive Lizenz für die Bereitstellung eines GSM-Funknetzes in der Region für rund 2,5 Millionen Einwohner bereitgestellt.



Korek hat Hunderte von Angestellten und Experten in den Feldern Ingenierswesen und Mobilfunkkommunikation. Mit 350 Angestellten, von denen fast 100 Prozent Kurden sind, wollte Korek die regionalen Fachkräfte nutzen, um in den benachbarten Provinzen und dann im ganzen Irak Mobilfunkangebote zu betreiben. Experten bescheinigten Korek ein recht „aggressives Expansionsmodell“.

Erfolgreiche Expansionen wurden in den letzten Jahren neben den kurdischen Provinzen Erbil, Duhok und Suleimaniya in den Provinzen Mosul und Kirkuk festgestellt. Besondere Verdienste erlangte das Unternehmen, weil es zuvor kein Mobilfunknetz in der Region Kurdistan gab. Deamit legte das Unternehmen die Grundlage für viele weitere Unternehmeungen in der Region. Korek Telecom investierte noch Mitte letzten Jahres in große Fabriken in den zentralen und südlichen Regionen des Irak. Bagdad und Basra sollten die Stützpunkte für weitere Expansionen werden.

Im Mai 2009 ist Korek noch ein Kooperationsgeschäft über geplante 100 Millionen US-Dollar mit dem internatioanlen Telekommunikationsriesen Ericsson eingegangen. Die Kundenzahl sollte auf 4 Millionen erhöht werden, der geplante Umsatz wurde auf 300 Millionen US-Dollar angegeben. Geplant war eine landesweite Abdeckung durch Korek. Ericsson sollte Ausstattung und Systemintegrationen beisteuern.

Der Geschäftsführer des kurdischen Mobilfunkbetreibers, Sirwan Barzani, erhielt noch im Dezember im österreichischen Wien von der im englischen Oxford angesiedelten „European Business Assembly“ (EBA) den „Skratzi-Preis“, einen Preis für besondere Leistungen von Unternehmern für die Fortschritte ihres Landes. Korek wurde in Oxford zudem der „Qualitätspreis“ eines Komitees europäischer Geschäftsleute überreicht.

ms/ck AKnews

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