Mubarak verhängt Ausgangssperre für ganz Ägypten

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Mezrecux
Gelöschter Benutzer

Mubarak verhängt Ausgangssperre für ganz Ägypten

von Mezrecux am 28.01.2011 22:15

Präsident Mubarak hat die Ausgangsperre auf ganz Ägypten ausgedehnt. Zuvor versuchten Demonstranten, das Außenministerium zu stürmen.

In Kairo herrscht der Ausnahmezustand


Mit letzter Kraft stemmt sich die ägyptische Regierung gegen die Massenproteste im Land. Ägyptens Präsident Husni Mubarak hat eine Ausgangssperre über das ganze Land verhängt.
Zuvor waren bereits für den Großraum Kairo sowie die Städte Suez und Alexandria nächtliche Ausgangssperren erlassen worden.

Tausende Demonstranten versuchten in Kairo, das Außenministerium und das Gebäude des Staatsfernsehens in Kairo zu stürmen. Wie der Nachrichtensender al-Arabija meldete, wurden sie jedoch von Sicherheitskräften daran gehindert.

In Ägyptens Hauptstadt steht die Zentrale der regierenden Nationaldemokratischen Partei in Flammen. Explosionen erschüttern das Stadtzentrum, es wird geschossen, berichtet der arabische Nachrichtensender Al Dschasira. Angeblich explodieren die Tanks brennender Polizeifahrzeuge. Durch die Straßen der Hafenstadt Suez rollen Panzer, berichtet der Sender.

Obwohl die Regierung ab 18 Uhr eine Ausgangssperre in Kairo, Alexandria und Suez verhängt hat, dauern die Demonstrationen an. In den nächsten Minuten will Präsident Husni Mubarak eine Erklärung abgeben, berichtet der US-Sender CNN.

US-Außenministerin Hillary Clinton hat die ägyptische Regierung aufgerufen, auf die Bevölkerung zuzugehen. "Wir glauben, dass die ägyptische Regierung sofort mit dem ägyptischen Volk über die Verwirklichung ökonomischer, politischer und sozialer Reformen sprechen muss“, sagte Clinton in Washington. Zudem müssten friedliche Proteste erlaubt und eine Blockade von Kommunikationsmitteln gestoppt werden.

Die USA unterstützten die universellen Menschenrechte des ägyptischen Volkes, darunter die Meinungsfreiheit und das Versammlungsrecht. "Wir rufen die ägyptische Regierung auf, alles in ihrer Macht stehende zu tun, um die Sicherheitskräfte zu zähmen“, sagte Clinton weiter. "Die Proteste unterstreichen, dass es tiefe Sorge innerhalb der ägyptischen Gesellschaft gibt – und die ägyptische Regierung muss verstehen, dass Gewalt diese Sorge nicht verschwinden lässt.“ Gleichzeitig müssten die Demonstranten von der Gewalt ablassen und friedlich protestieren.

Am Nachmittag drangen Sicherheitskräfte in die Büros des arabischen Nachrichtensenders al-Dschasira ein und beendeten vorübergehend die Berichterstattung des englischsprachigen Programms. Der arabische Kanal sendete weiter.

Nach Angaben der staatlichen ägyptischen Nachrichtenagentur MENA sind mehr als eine Million Menschen auf den Straßen. Unbestätigten Berichten zufolge sollen es bis zu zwei Millionen sein. Die Polizei setzt Gummigeschosse, Wasserwerfer und Tränengas gegen die Demonstranten ein. Die Regierung schaltete das Handy-Netz ab und kappte Internet-Verbindungen. Friedensnobelpreisträger Mohammed al-Baradei steht unter Hausarrest.
Al-Dschasira berichtet von Polizisten, die ihre Uniformen ablegen und sich den Demonstranten anschließen. Ähnliche Meldungen kommen auch über den Kurznachrichtendienst Twitter. Demnach geben sich Demonstranten und Polizisten, die eben noch gewaltsam gegeneinander vorgegangen waren, die Hände. In einem Bericht der amerikanischen Nachrichtenagentur AP wird spekuliert, Präsident Husni Mubarak könne sich womöglich nicht mehr auf seine Polizisten verlassen und werde die Armee gegen die Demonstranten aufmarschieren lassen.

Al-Dschasira-Kameras zeigen Bilder eines sandfarbenen, offenbar bewaffneten Fahrzeugs, das sich dem Tahrir-Platz im Stadtzentrum Kairos nähert. In dem Fahrzeug sollen Männer in Camouflage-Anzügen sitzen. "Ist es die ägyptische Armee?", fragt der Sender auf seiner Internetseite. Ähnliche Angaben gibt es aus anderen Kairoer Stadtvierteln und Suez. Unbestätigen Berichten zufolge soll Präsident Mubarak den Einsatz des Militärs zur Unterstützung der Polizei bereits für die Nacht angekündigt haben.

Auf Twitter heißt es, die Israelis begännen damit, ihr Botschaftspersonal aus Kairo zu evakuieren. Angeblich werden alle auf dem Kairoer Flughafen ankommenden Auslandsjournalisten sofort in Polizeigewahrsam genommen. Ein Team des US-Fernsehsenders wird nach eigenen Angaben an der Arbeit gehindert. Eine BBC-Journalistin erlitt bei den Auseinandersetzungen auf den Straßen Kopfverletzungen. Laut dem französischen Außenministeriums sollen bei den Unruhen auch vier französische Journalisten kurzzeitig festgenommen worden sein.


Massenproteste und Straßenschlachten

Von Stunde zu Stunde breiten sich die Demonstrationen auf das ganze Land aus. Aus allen Großstädten werden Massenproteste gemeldet. In Suez haben Regierungsgegner demnach eine Polizeistation in Brand gesteckt. Die Stadt im Osten des Landes war schon in den vergangenen Tagen Schauplatz heftiger Straßenschlachten. In Luxor geht die Polizei mit Tränengas gegen die Demonstranten vor. Auf den Straßen würden Bilder des ägyptischen Präsidenten zerrissen, heißt es.

Weit über 100.000 Menschen sollen in Alexandria den Sturz der Regierung Mubarak fordern, berichtet die BBC. "Geh, geh, Mubarak, dein Flugzeug wartet auf dich“, skandieren sie den Berichten zufolge. Nach dem Eingreifen der Polizei mit Gummigeschossen waren auf den Straßen Leute mit blutenden Kopfverletzungen zu sehen. Andere brachen auf der Straße zusammen, ohne dass die Ursache zunächst klar war. Einem unbestätigten Bericht des Fernsehsenders al-Dschasira zufolge wurde mindestens ein Mensch getötet.

Um einen weitern Zustrom von Demonstranten nach Kairo zu verhindern, soll die Polizei angeblich die strategisch wichtige „Brücke des 6. Oktober“, die Gizeh und die Kairoer Innenstadt verbindet, gesperrt haben.

Ein Vertreter der regierenden Nationaldemokratischen Partei äußerte im Nachrichtensender al-Dschasira die Meinung, Mubarak könne womöglich nicht mehr weiterregieren.

Zwischenzeitlich wurde der Friedensnobelpreisträger Mohammed al-Baradei festgesetzt, Mitglieder der oppositionellen Moslembruderschaft inhaftiert. Al-Baradei hatte zunächst mit 2000 Gläubigen am Freitagsgebet auf einem Platz vor einer Moschee im Zentrum Kairos teilgenommen. Im Anschluss begannen Teilnehmer lautstark „Nieder mit Mubarak“ zu rufen. Die Polizei ging daraufhin mit Wasserwerfern, Schlagstöcken und Tränengas gegen die Demonstranten vor. Al-Baradei flüchtete sich nach Aussage eines AFP-Fotografen in die Moschee. Er forderte ein Ende von Gewalt, Verhaftungen und Folter durch die Sicherheitskräfte. Später kehrte er auf die Straße zurück und schloss sich den Demonstranten an. Inzwischen wurde er von den Behörden unter Hausarrest gesetzt, verlautete aus Kreisen der Sicherheitskräfte.

In der Nacht zu Freitag hatten Sicherheitskräfte mindestens 20 Mitglieder der islamistischen Muslimbruderschaft festgenommen, darunter fünf frühere Abgeordnete. Nachdem bei der Organisation der Demonstrationen bisher das Internet eine wichtige Rolle spielte, waren die Verbindungen am Freitag praktisch komplett lahmgelegt, wie eine AFP-Umfrage in Hotels und bei zahlreichen Nutzern ergab. Auch die Telefon- und Handyverbindungen waren beeinträchtigt.


Bundesregierung zeigt sich besorgt

Seit Beginn der Proteste am Dienstag wurden mindestens sieben Menschen getötet, Dutzende verletzt und mehr als tausend Demonstranten festgenommen.Die Bundesregierung zeigt sich angesichts der Unruhen zunehmend besorgt. "Das Vorgehen der ägyptischen Polizeikräfte ist ein Schlag ins Gesicht für all diejenigen, die für Menschen- und Bürgerrechte in Ägypten eintreten“, erklärte der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung Markus Löning. Außenminister Guido Westerwelle (beide FDP) sagte im ZDF-"Morgenmagazin", eine Stabilisierung sei nur durch Demokratie und Freiheitsrechte möglich.

Der Zentralrat der Juden in Deutschland zeigte sich besorgt um die Sicherheit Israels. "Generell vergrößern neue Instabilitäten in der Region die Risiken“, sagte Zentralratspräsident Dieter Graumann "Handelsblatt Online“. Ein Ägypten "in Aufruhr“ schaffe neue Unsicherheit in der Region.

welt.de

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Mezrecux
Gelöschter Benutzer

Re: Straßenschlachten – Kairo versinkt im Chaos

von Mezrecux am 02.02.2011 16:45



Die Gewalt auf dem Tahrir-Platz in Kairo eskaliert: Zwischen Anhängern und Gegnern von Präsident Husni Mubarak kam es zu Schlägereien, es flogen Steine und Flaschen.

Gewaltausbruch auf dem Tahrir-Platz

Kairo am 2. Februar: Auf dem Tahrir-Platz treffen Gegner und Anhänger von Präsident Mubarak aufeinander.

+++ Wegen des Gewaltausbruchs auf dem Tahrir-Platz hat Friedensnobelpreisträger Mohammed al-Baradei Präsident Husni Mubarak eine Politik der Einschüchterung und kriminelle Methoden vorgeworfen. Das Vorgehen der Mubarak-Anhänger gegen die Opposition sei „ein weiteres Anzeichen, dass sich ein kriminelles Regime krimineller Methoden bedient“, sagte al-Baradei dem BBC-Hörfunk. Er sei zutiefst besorgt. „Ich habe Sorge, dass es in einem Blutbad endet.“ Die Pro-Mubarak-Demonstranten seien ein „Haufen Schläger“. +++
+++ Bei den Zusammenstößen zwischen tausenden Gegnern und Anhängern der ägyptischen Regierung sind in Kairo mehrere Menschen verletzt worden. Einige bluteten am Kopf. Wie mehrere Reporter vor Ort berichteten, gingen die Demonstranten auf dem zentralen Tahrir-Platz mit Fäusten aufeinander los und warfen Steine, einige schlugen mit Knüppeln zu. Zu den Zusammenstößen kam es, als die Anhänger von Präsident Husni Mubarak auf die gegnerischen Demonstranten auf dem Platz trafen. Die Gefolgsleute Mubaraks ritten zum Teil auf Pferden und Kamelen auf den Platz. Ringsum standen Panzer der Armee. Die Soldaten griffen jedoch bisher nicht ein. +++

+++ Die Anhänger der Opposition riefen Soldaten, die am Tahrir-Platz präsent waren, zum Eingreifen auf. „Das sind die Schläger der (regierenden) Nationaldemokratischen Partei“, rief einer der Oppositionellen. Er habe sich am Eingang des Platzes an einer Menschenkette beteiligt, als ihn ein Stein getroffen habe. Einige Schlägertrupps hatten nach Angaben von Augenzeugen auch Messer dabei. +++
+++ Die Europäische Union hat das im Zuge der massiven Proteste neu gebildete ägyptische Kabinett von Präsident Husni Mubarak als nicht repräsentativ kritisiert. Die Staatengemeinschaft fordere von einer auf „breiter Basis“ stehenden Regierung einen geregelten Übergang, der den Weg für substanzielle demokratische Reformen öffne, erklärte die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton. „Leider stellt das neu ernannte Kabinett so eine repräsentative Regierung mit breiter Basis nicht dar.“ Allerdings sei Mubaraks Ankündigung, sich nicht erneut zur Wahl zu stellen, ein Schritt in die richtige Richtung. +++

+++ In Kairo ist es zu Auseinandersetzungen zwischen Anhängern und Gegner von Staatspräsident Husni Mubarak gekommen. Reporter mehrerer Nachrichtenagenturen berichteten, auf dem Tahrir-Platz, wo am Vortag Hunderttausende den Rücktritt Mubaraks gefordert hatten, seien beide Seiten mit Knüppeln aufeinander losgegangen. Es habe einige Verletzte gegeben. +++
+++ In Kairo sind nach Angaben von Demonstranten Polizisten in Zivil auf den zentralen Tahrir-Platz vorgedrungen. +++

Mubaraks Rede regt Ägypter auf


+++ Israel macht sich angesichts des erwarteten Machtwechsels in Ägypten Sorgen um die Zukunft seines mehr als 30 Jahre alten Friedensabkommens mit dem Nachbarland. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu betonte im Gespräch mit Diplomaten, es sei in Israels Interesse, am Frieden festzuhalten. Sein Land appelliere an die internationale Gemeinschaft, darauf zu bestehen, dass jede künftige ägyptische Regierung den Friedensvertrag mit Israel einhalten werde, wie Netanjahus Büro mitteilte. +++

+++ Trotz des Aufrufs der ägyptischen Armee zu einem Ende der Proteste hält die Oppositionsbewegung an ihrer für Freitag geplanten Großdemonstration fest. Die Demonstranten seien entschlossen, die Massenkundgebungen abzuhalten, sagte einer der Organisatoren, der anonym bleiben wollte, am Mittwoch. Ein Vertreter der Unterstützungskampagne von Oppositionsführer Mohammed al-Baradei, Iman Hassan, sagte: „Wir erwarten mehr als eine Million Menschen auf den Straßen in ganz Ägypten, die den Sturz des Regimes fordern.“ +++
+++ Einen Tag nach den Massenprotesten gegen sein Regime hat der ägyptische Präsident Husni Mubarak die versprochene Verfassungsreform auf den Weg gebracht. Das ägyptische Fernsehen meldete, die Reform solle binnen 70 Tagen abgeschlossen werden. Dabei geht es vor allem um einen Paragrafen, der es unabhängigen Kandidaten praktisch unmöglich macht, für das Amt der Präsidenten anzutreten.Die Änderung dieses Paragrafen war vor Beginn der Protestaktionen vor einer Woche eine der wichtigsten Forderungen der Opposition gewesen. +++

+++ Auf dem Kairoer Tahrir-Platz forderten am Mittag rund 6000 Demonstranten weiter den sofortigen Rücktritt Mubaraks. Unweit davon formierten sich Mubarak-Anhänger zu einer Gegendemonstration. Es kam nach Angaben von Augenzeugen zu hitzigen Wortgefechten, aber nicht zu Gewalt. Im Kairoer Stadtteil Mohandesien formierte sich ebenfalls eine Pro-Mubarak-Demonstration mit mehr als 10.000 Menschen. +++

+++ Nach dem vom ägyptischen Staatspräsidenten Husni Mubarak angekündigte Verzicht auf eine weitere Amtszeit gehen dessen Anhänger auf die Straßen. Tausende Menschen kamen zu Demonstrationen in Kairo und in Alexandria. Es könnte ein Versuch der drei Millionen Mitglieder zählenden Nationaldemokratischen Partei von Mubarak sein, die Initiative wieder zurückzuerlangen. In Alexandria kam es nach Berichten des Senders Al-Dschasira zu Auseinandersetzungen zwischen beiden Seiten. +++

+++ Das ägyptische Parlament ist laut Staatsmedien suspendiert worden, bis das Ergebnis der umstrittenen Wahl vom Dezember überprüft wurde. Beide Kammern des Hauses hätten ihre Sitzungen „bis auf Weiteres“ ausgesetzt, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Mena. Die Opposition hatte nach der Parlamentswahl Betrugsvorwürfe erhoben. Mubaraks Regierungspartei hatte die Wahl gewonnen, die in der zweiten Runde von den wichtigsten Parteien der säkularen und islamistischen Opposition boykottiert worden war. Sie protestierten damit gegen den Verlauf der ersten Abstimmungsrunde Ende November, die ihrer Ansicht nach von Unregelmäßigkeiten gekennzeichnet war. Nach offiziellen Angaben gingen 424 der 508 Sitze an Mubaraks Nationaldemokratische Partei (PND). +++

+++ Der Iran feiert die Unruhen in den arabischen Ländern als Beginn eines islamischen Zeitalters im Nahen Osten: „Die Proteste in Ägypten und anderen arabischen Ländern sind eine Welle des islamischen Erwachens“, sagte Außenministeriumssprecher Ramin Mehmanparast. Der iranische Parlamentspräsident Ali Laridschani fügte hinzu, dass dieses Erwachen „von der iranischen Revolution inspiriert“ sei. Auch die staatliche Nachrichtenagentur Irna vergleicht den Volksaufstand in Ägypten mit der islamischen Revolution im Jahre 1979: „Die Revolution im Iran wiederholt sich inÄgypten“, schreibt die Irna in einem Online-Leitartikel. Und der religiöse Führer Ajatollah Ali Chamenei erklärte: “Es bestehen keine Zweifel, dass der Islam die neue politische Achse des Nahen Ostens sein wird.“ +++

+++ Die ägyptischen Streitkräfte haben zu einem Ende der Demonstrationen aufgerufen. Ein Militärsprecher sagte, die Botschaft der Demonstranten sei angekommen, ihre Forderungen seien bekannt. Jetzt könnten die Demonstranten das normale Leben im Land wiederherstellen. Das derzeit von 15 bis 8 Uhr geltende Ausgehverbot wurde auf 17 bis 7 Uhr verkürzt. +++

+++ Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan rät Ägyptens Präsident Husni Mubarak angesichts der andauernden Proteste zu weiteren Schritten. Mubaraks Verzicht auf eine neue Amtszeit habe die Demonstranten nicht zufriedengestellt, sagte Erdogan. Das ägyptische Volk erwarte, dass in kurzer Zeit mit dem Aufbau einer neuen Demokratie begonnen werde, habe aber kein Vertrauen in den Reformwillen des bisherigen Systems. „Ich denke, sie sollten diesen Prozess beginnen“, zitierte die türkische Nachrichtenagentur Anadolu Erdogan. +++

+++ Nach den Massenprotesten vom Dienstag hat Ägypten am Mittwoch das Internet wieder freigeschaltet. +++

+++ Die EU-Staats- und Regierungschefs werden bei ihrem Sondertreffen am Freitag in Brüssel über die politischen Krisen in Ägypten und Tunesien debattierten. Das kündigte Gipfelchef Herman Van Rompuy in einem Einladungsschreiben an. Es gehe um Auswirkungen auf die Region südlich des Mittelmeers und die EU, schrieb der EU-Ratspräsident. +++

+++ Die Proteste in Kairo gehgen weiter. Mehrere hundert Demonstranten halten sich seit dem Morgen auf dem Tahrir-Platz auf. Die Protestbewegung verlangt weiterhin den sofortigen Rücktritt von Staatschef Mubarak. Redner auf dem Platz hatten in der Nacht weitere Kundgebungen angekündigt. +++

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Antworten Zuletzt bearbeitet am 02.02.2011 16:48.

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Re: Mubarak verhängt Ausgangssperre für ganz Ägypten

von Azadiyakurdistan am 02.02.2011 16:53

Die Anhänger von Mubarak wurden bezahlt jeder hat 100 Lira (Oder wie auch immer die Währung heißt) und ein Menü bekommen :D

Die sind mit Kamele und Pferde gekommen.

Sogar Kerdogan hat Mubarak aufgefordet zurück zu tretten, er meinte die arabischen Länder sollen die Türkei als Vorblid nehmen. Xwezî demê her kes virik kir tirik bikira jî ê ba$tir ba..

Silav û Rêz
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Kurdewari
Gelöschter Benutzer

Re: Mubarak verhängt Ausgangssperre für ganz Ägypten

von Kurdewari am 03.02.2011 12:35

Die Araber haben dort die Ausgangssperre dennoch überquert.

Mubarek sagt an er würde das Amt niederlegen, aber dennoch ist er ein Ägypter.
Nun laufen seine Anhänger mit Pferde und Kamele durch die Straßen udn greifen Demonstranten an.

Na viel Spaß dabei Mubarek.

Wir werden ihn bald vor dem Gericht sehen.

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